Hoyschrecke 2014

Hoyschrecke 2014

Mit der Preisverleihung in den frühen Morgenstunden und einer Auswertungsdiskussion am Sonntagmorgen endete das traditionsreiche Liederfest 2014.
Was 1997 als Liedermachertreffen begann ist inzwischen zu einer der gefragtesten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland geworden.

Los ging es am Freitagabend mit der offenen Bühne und einem erfreulich hohem Niveau der 14 (!) Beiträge. Publikumsliebling wurde Masha Potempa aus Berlin.
Damit hatte sie sich für den samstäglichen Wettbewerb qualifiziert.

Den nicht vergeben Preis für die beste Moderation ging an diesem Abend eindeutig an Melvin Haak und Peter Wolter, den vorjährigen Preisträgern („Schnaps im Silbersee“).
Nach mehreren Sessions im Liedercafe endete der Freitag mit dem letzten Akkord Samstag früh gegen 5 Uhr.
Einem lebendigen und offenen Workshop zu den Themen Textarbeit und Interpretation mit Manfred Maurenbrecher folgte sein großartiges und zu Recht sehr gut besuchtes Cafe –Konzert“ (neues Programm „No Go“). Ohne Zweifel einer der wichtigsten deutschsprachigen Texte- und Liederschreiber unserer Zeit.

Höhepunkt am Samstagabend dann der Wettbewerb um die begehrten, wie immer von Helge Niegel gestalteten Hoyschrecken in den Kategorien Jury- und Publikumspreis. Dafür hatte ein Vorjury diesmal aus 34 Songpoeten und Gruppen folgende Teilnehmer ausgewählt: Samuel Beck (Berlin), Alex Entzminger (Karlsruhe), Peter Fischer (München), Merle Weißbach (bei Berlin), Das andere Viertel (Magdeburg), Claudia Woloszyn & Band (Frankfurt/Oder), Joscha Zmarzlik (Mainz) sowie Masha Potempa (Potsdam).

Dabei erwiesen sich die Beiträge als sehr abwechslungsreich für das Publikum und überzeugten alle durchweg mit ihrem hohen musikalischen und textlichen Niveau.

Moderiert wurde der Abend von Petra Schwarz, die einst u.a. bei DT 64, MDR-Riverboat und SFB-Abendschau zu sehen war und eine Kennerin der Liedszene ist.

Die Hoyschrecken flogen diesmal nach München zu Peter Fischer und zu Alex Entzminger nach Karlsruhe.

Erfreulich auch das gestiegene Interesse der deutschlandweiten Bewerbungen und des Besucherstromes. Über 40 Liedermacher und Musiker nutzen das Treffen zu Gesprächen und Kontakten. Dafür diente u.a. auch das beliebte Liedercafe. Zusätzlich wurde für die Besucher die Ausstellung „Lieder und Leute. DDR 1964-1990“ gezeigt.

2015 findet das 19. Treffen Ende November dann in unserem neuen, alten Haus statt.

Unterstützt wurde die Kulturfabrik beim Liederfest von PROFOLK e.V., dem Verband für Lied, Folk und Weltmusik, Gundermanns Seilschaft e.V., dem Hoyerswerdaer Tageblatt und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Wettbewerbes Call for Members der Kulturstiftung des Bundes.